Arthrose Ernährung – die richtige Ernährung bei einer Arthrose

Arthrose Ernährung – die richtige Ernährung bei einer Arthrose

Arthrose – wie sollte man sich bei Knorpelschwund ernähren?

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Eine der wichtigsten Dinge sowohl für die Vorbeugung gegen Arthrose als auch ihre Behandlung ist die richtige Ernährung. Übergewicht ist absolutes Gift gegen Arthrose. Mit jedem Extrakilo auf den Hüften steigt das Risiko, an einer Arthrose zu erkranken, um 9 bis 13 Prozent. Die Ernährung sollte daher entsprechend umgestellt werden. Dies ist weitaus sinnvoller, als seine Ernährung beizubehalten und irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Die richtige Ernährung ist – neben ausreichender Bewegung – das A & O für die Heilung des Körpers.

Ganz besonders positiv auf Gelenk- und Knorpelschäden wirken sich fetter Fisch wie Matjes und Makrelen sowie Öle, die Omega-3- Fettsäuren enthalten, da sie Entzündungen auch in den Gelenken hemmen (wie Raps- oder Walnussöl).

Weiterhin sind Nahrungsmittel zu meiden, die einen hohen Anteil an Arachidonsäure enthalten. Diese übersäuern den Körper und setzen Schmerzstoffe frei. Zu solchen Nahrungsmitteln gehören Fleisch, besonders Schweinefleisch und Innereien, Wurst, Kaffee, Cola und Eier. Einen guten Fleischersatz stellen Sojagerichte dar, die den Speiseplan ergänzen können.

Arthrose bedeutet Knorpelschwund. Es ist daher wichtig, das Knorpelwachstum im Körper anzuregen. Hierzu ist ausreichend Vitamin C notwendig. Es steckt u.a. in Grünkohl, Paprika oder Zitrusfrüchten. Zusammen mit Vitamin E, das besonders in Himbeeren, Wirsing und Nüssen steckt, wirkt es knorpelschützend und hemmt Entzündungen.

Speziell vor Hüftarthrose schützt Knoblauch und anderes Lauchgemüse. Besonders bewährt hat sich auch Hagebuttenpulver. Untersuchungen haben gezeigt, dass das standardisierte Pulver aus Samen und Schale der Hagebuttenfrüchte bestimmte Funktionen der Leukozyten, die bei der Arthrose zu Entzündungen und Gewebeschädigungen führen können, normalisieren kann. Außerdem wirkt Hagebutte antioxidativ und membranstabilisierend und beeinflusst dadurch den Aufbau und den Zerfall des Knorpelgewebes.

Neben einer vitaminreichen und möglichst fleischarmen Kost ist besonders auch auf genügende Mineralien zu achten. Und hier besonders auf genügend Magnesium. Magnesium ist das Mineral, was der Körper zum Knorpelaufbau braucht. Wir benötigen hiervon mindestens 350 mg pro Tag. Ist genügend Magnesium im Körper vorhanden, verhindert es Verkalkungen, auch im Gehirn, Nierensteine und vor allem Arthrose.

Wichtig ist es, Magnesium in natürlicher Form, d.h. aus der Pflanze (Obst, Gemüse, Nüsse etc.) oder Mineralwasser, und nicht als chemische Brausetablette aus dem Supermarkt zu sich zu nehmen. Der Grund ist, dass der Körper nur mit natürlichem Magnesium etwas anfangen und es verwerten kann. Chemisches Magnesium wird nur wieder ausgeschieden und es passiert gar nichts damit im Körper.

Es ist auf Dauer sehr müßig, seinen täglichen Speiseplan ausschließlich nach Vitamin- und Mineralstofftabellen zusammenzustellen. Abgesehen davon sind die Werte, wieviel man von welchem Vitamin und von welchem Mineralstoff täglich braucht, auch nur Näherungswerte und oftmals von Land zu Land unterschiedlich. So ist beispielsweise der angebliche Bedarf an Vitamin C für einen US-Bürger weitaus höher als für einen Deutschen. Ich denke also, dass man auf diese Weise nicht wirklich weiter kommt, um seine Ernährung sinnvoll umzustellen. Außerdem ist der Gehalt an Vitaminen auch für jedes Obststück völlig anders. Ein frischer, gerade vom Baum gepfückter Apfel hat garantiert einen höheren Vitamin C Gehalt als einer, der schon seit Wochen im Obstkorb lag.

Ich empfehle daher, sich lieber künftig mit den Dingen einzudecken, die einem schmecken und von denen man weiss, dass sie gesund sind. So ist zum Beispiel die arabische Küche mit Couscous, Hirse, Kichererbsen, Datteln, Feigen, Nüssen, Olivenöl sowie Gerste, Gurken und Granatäpfeln etc. äußerst vitamin- und mineralstoffreich. Auch die asiatische Küche hat jede Menge an leckeren und gesunden Zutaten wie Soja, Erdnussöl, Zitronengras, Kokosmilch etc.

Anstatt also streng nach irgendwelchen Diätplänen oder Tabellen zu leben ist es langfristig sicherlich sinnvoller, sich mit frischem Obst und Gemüse einzudecken und sich an neue eigene Gerichte heranzuwagen und damit zu experimentieren. Denn nur was einem schmeckt, wird man auch auf Dauer essen wollen. Übrigens, das Obst und Gemüse muss nicht unbedingt von einem Bioladen sein – das Biogemüse garantiert nur, dass es nicht mit Pestiziden gehandelt wurde, nicht aber den Gehalt an Mineralien.