Kniearthrose heilen mit Magnesium – welches Magnesium ist das richtige?

Kniearthrose heilen mit Magnesium – welches Magnesium ist das richtige?

Warum ist Magnesium so wichtig bei Arthrose im Knie?

Arthrose im Knie heilen mit MagnesiumUm eine Gonarthrose, also eine Arthrose des Kniegelenks zu heilen, stößt man bei der Suche nach der richtigen Ernährung immer wieder darauf, wie wichtig Magnesium ist für unseren Körper – und speziell bei einer Arthrose. Es gibt inzwischen unzählige Magnesiumpräparate auf dem Markt – doch welches Magnesium kann der Körper überhaupt verwerten?

Im Zellinneren muss eine bestimmte Konzentration an Magnesium vorliegen, um die komplexen chemischen Vorgänge in unserem Körper, sprich unseren Stoffwechseln zu steuern. Der Aufbau aller Proteinen, Hormone, Enzymen, Antikörpern, Nucleinsäuren wie DNS und RNS, sowie Neurotransmitter ist zwingend an das Vorhandensein bestimmter Magnesiumkonzentrationen im Zytoplasma der Zellen gebunden.

Magnesium hilft bei der Reparatur fehlerhafter DNS-Stränge und repariert Zell-Mutationen. D.h. ohne genügend Magnesium kann unser gesamter Stoffwechsel nicht normal ablaufen und führt zwangsläufig zu einem Magnesiummangel in unserem Körper mit all seinen Folgeerscheinungen. 

Die US-amerikanische Ernährungsforscherin Prof. Dr. Edith Muriel Carlisle hat darüber hinaus in einer Studie herausgefunden, dass die größte Magnesiumkonzentration in der Knochenhaut anzutreffen ist.

Wenn wir unserem Körper durch die Nahrung mehr Säure von außen zufügen, als er verwenden oder ausscheiden kann, dann versucht der Körper, die  Säure zu neutralisieren. Wenn wir zu wenig basische Nahrungsmittel essen, um die Säuren zu neutralisieren, dann bedient sich der Körper unserer basischen Mineralstoffdepots und zieht Calcium aus unseren Knochen, Magnesium aus unseren Gelenken, usw.

Warum nehmen wir zu wenig Magnesium mit unserer Nahrung auf?

Eine der Ursachen, warum unsere heutige Nahrung extrem magnesiumarm ist, liegt an der heutigen Landwirtschaft mit seinen verheerenden Düngemitteln und der Künstdüngung, die den einstigen Kreislauf von Boden – Pflanze – Tier – Boden völlig durcheinander gebracht hat.

So hat sich z.B. die Grunddüngung als recht problematisch herausgestellt. Hier wird vor der Aussaat eine Düngung des Bodens vorgenommen. Die Menge an Phosphor und Kalium, die man dem Boden zufügt, wird so berechnet, dass man bis zu 3 Jahre nicht nachdüngen muss. Der Nachteil dieser Grunddüngung ist der sog. "Luxuskonsum".

Während das Kalium verstärkt von den Wurzeln aufgenommen wird, hindert das Zuviel an Kalium die Pflanze daran, die normale Menge an Magnesium aufzunehmen. Selbst wenn der Boden bislang über genügend Magnesium verfügte. Die Folge ist, dass der Ertrag der Pflanzen magnesiumarm wird.

Dies wiederum hat einen Mangel in den Nahrungsmitteln und im Tierfutter zur Folge. Weiterhin hat man erst in jüngster Zeit erkannt, dass das Magnesium hauptsächlich in den Samen steckt steckt, und nur 2% für die Chlorophyllsynthese. D.h. ein schöner grünen Salatkopf bedeutet nicht, dass er auch genügend Magnesium enthält. Das Magnesium steckt aber hauptsächlich in den Samen, nicht in den Blättern!

Ernährungswissenschafter machen daher mangelndes Magnesium in unserer Nahrung mit als Ursache aus, dass sich Gelenkknorpel nicht wieder regenerieren kann.

Aber auch Stress führt zu einer Übersäuerung des Körpers. Wenn Stress nicht durch genügend Bewegung (Adrenalin) kompensiert wird, scheidet der Mensch zudem mehr Magnesium mit dem Harn aus, als er aufnimmt.

Welches Magnesium ist das richtige und wieviel Magnesium pro Tag?

Magnesium zählt zu den wenigen Mineralstoffen, die nicht so einfach in genügender Menge allein über die Nahrung aufzunehmen sind. Oder man muss eben konsequent seine Ernährung umstellen – dann funktioniert es. Eine optimale Tagesdosis liegt bei ca. 375 mg Magnesium. Magnesium ist in hoher Dosierung enthalten in vielen Nüssen und Kernen, wie Kürbiskernen, Sesam, Mandeln, Hirse, Sonnenblumenkernen, Erdnüssen und Walnüssen.

Wenn es Ihnen aber nicht gelingen sollte, Ihren Magnesiumbedarf über die normale Nahrung zu decken, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht irgendein Magnesiumpräparat (wie Magnesiumcitrat, Magnesiumchlorid, Magnesiumcarbonat etc.) zu sich nehmen.

Der Nachteil solcher normalerweise angebotenen Präparate ist, dass es sich chemisch gesehen um sog. Komplexe handelt. Diese haben aber keine Ladung und bewegen sich nicht. Damit sich das Magnesium aber im Körper bewegt, benötigt man "ionisiertes Magnesium". Nur wenn ein Mineralstoff ionisiert ist, geht er direkt in die Zelle rein, d.h. nur Mg++ kann vom Körper resorbiert werden. Erst dann ist er "bioverfügbar"

Unser Körper kann nur dann etwas aufnehmen und verwerten, wenn es bioverfügbar ist, d.h. wenn es organischen Ursprungs ist. Man kann sich das gut so vorstellen, wenn wir Eisen zu uns nehmen aus klein geriebenen Eisennägeln, dann kann unser Körper damit rein gar nichts anfangen.

Nehmen wir aber Eisen aus Linsen oder schwarzen Johannisbeeren auf, dann hat die Pflanze das Eisen so umgewandelt, dass unser Körper es aufnehmen kann. Es ist sozusagen bioverfügbar geworden. Das gleiche gilt natürlich auch für Magnesium. Daher kann man die normalen chemischen Magnesiumbrausetabletten aus dem Supermarkt schlichtweg vergessen.

Weiterhin muss man beachten, dass Magnesium immer mit Calcium zusammen wirkt. In allen natürlichen Dingen (Äpfel, Bananen etc.) steckt Calcium und Magnesium im Verhältnis 2:1. Dies ist das optimale Verhältnis für den Körper. D.h. wenn man seinen Magnesiumbedarf über Nahrungsergänzungsmittel decken möchte, sollte man auch dieses Verhältnis zu Calcium mitberücksichtigen !! Abgesehen davon benötigt unser Körper natürlich auch die vielen anderen Mineralstoffe – und nicht nur Magnesium.

Reinhard Danne, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilkundler mit Arbeitsschwerpunkte Ernährungswissenschaft empfiehlt für die Vitamin- und Mineralstoffbilanzierung sowie natürliche Entgiftungsverfahren eine natürliche Nahrungsergänzung in Form von Sango Meereskorallen aus Okinawa. Sie enthält genau das Verhältnis von 2:1 für Calcium und Magnesium und zudem 70 weitere Mineralien.

Ich selbst nehme diese Meereskorallen seit einiger Zeit (einfach als Pulver in das normale Trinkwasser einrühren) und bin absolut begeistert. Man sollte aber darauf achten, das Produkt wirklich in möglichst reiner Form zu bekommen. Sie sollten auch keine Landkorallen nehmen, diese beinhalten Calcium und Magnesium nur im Verhältnis 18:1 und sind eher verunreinigt als aus dem Meer. Auch wissenschaftlich wurden bereits einige Studien von Dr. med. K. Ishitani in Sapporo (1999) mit Sango Calcium durchgeführt durchgeführt mit erstaunlichen Resultaten bei der Behandlung der unterschiedlichsten Krankheiten mit diesen Meereskorallen.

An sich bin ich gar kein Freund mehr von irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln und denke, dass wir solche Nahrungsergänzungen nicht wirklich zu uns nehmen müssten, wenn wir in unserer normalen Nahrung genügend Mineralien zu uns nehmen. Das Problem ist nur, dass die landwirtschaftlich genutzten Böden inzwischen start entmineralisiert sind, sodass heute Gemüse und Salate oft nicht mehr genügend Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Dies gilt übrigens auch für Gemüse und Obst aus den Bioläden – dies garantiert lediglich frei von Pestiziden zu sein, nicht aber einen hohen Mineralstoffgehalt zu haben. Denn letztendlich wächst auch Biogemüse auf den gleichen mineralarmen Böden wie anderen Obst und Gemüse. 

Übrigens, eine schöne grüne Farbe im Salat bedeutet nicht, dass dieser auch mineralreich ist, denn Magnesium steckt weniger in den Blättern als in den Samen.