Die richtige Ernährung bei Arthrose im Knie: Milchprodukte meiden

Die richtige Ernährung bei Arthrose im Knie: Milchprodukte meiden

Warum sollte man bei einer Gonarthrose Milch vermeiden?

Arthrose-im-Knie-Ernährung

Um sich von einer Arthrose im Knie zu heilen, sollte als erstes die Ernährung gesund und ausgewogen sein. Unsere heute übliche Ernährung basiert auf Getreideprodukten, Milchprodukten und Fleisch. Neben Fleisch mit der für den Körper gefährlichen Arachidonsäure sind auch Kuhmilchprodukte für unseren Körper als andere als gesund.

Und dies gilt nicht nur für die in Massentierhaltung erzeugte Milch, bei denen die Kühe mit Antibiotika vollgestopft werden, um so viel wie möglich zu produzieren, sodass eine Menge an Antibiotika in der Milch landen. Auch sonst ist es mehr als fraglich, ob die ach so gesunde Milch auf unseren täglichen Speiseplan gehören sollte oder nicht.

Die Kuhmilch ist zumeist das erste Fremdeiweiß, das wir Menschen nach oder anstelle der Muttermilch zu uns nehmen. Da weder die Darmflora noch das Abwehrsystem im Säuglingsalter darauf eingestellt sind, Kuhmilch zu verdauen, kommt es häufig zu Allergiereaktionen.

Diese entzündlichen Reaktionen halten oft ein Leben lang an und bleiben von den Betroffenen meist unbemerkt. 90% der Erwachsenen haben Antikörper gegen Kuhmilch im Blut, d.h. fast jeder hat schon einmal im Leben allergisch auf Kuhmilch reagiert oder tut dies immer noch.

Hier einige Gründe, warum man Kuhmilch und ihre Produkte (Joghurt, Quark, Käse, usw.) nur in geringen Mengen zu sich nehmen sollte: Zur Verstoffwechselung der Kuhmilch benötigt man das Enzym 'Lactase'.

Viele Menschen haben aber zu wenig Lactase. Asiaten, Indianer und Afrikaner haben diesen "Mangel" ihr ganzes Leben lang. Bei uns in Mitteleuropa ist im Kindesalter meistens noch genug Lactase vorhanden, im Erwachsenenalter hingegen nimmt die Lactase mit zunehmendem Alter ab.

Deshalb ist es nur eine Frage der Veranlagung und des Alters, ab wann die Kuhmilch nicht mehr richtig verstoffwechselt wird. Die Kuhmilch enthält sehr viel Kalzium. Deshalb wird immer wieder empfohlen viel Kuhmilch zu trinken. Das Problem dabei ist aber, dass bei der Verstoffwechselung der Kuhmilch mehr Kalzium benötigt wird, als in der Milch enthalten ist.

Deshalb ist die Kalziumbilanz negativ und Kuhmilch entzieht unserem Körper Kalzium!

Kuhmilch enthält sehr viele Wachstumshormone, da das Kalb in 45 Tagen das Geburtsgewicht verdoppelt. Für uns Menschen sind diese Hormonmengen aber immer schädlich! Besonders in der Wachstumsphase der Kinder ist diese Menge einfach zu viel. Wir sind nun mal keine Kälber!

Die Kuhmilch ist das häufigste Nahrungsmittelallergen. 

Hinzu kommt, dass Milchprodukte Phosphorsäure enthalten, wenn Phosphate als Stabilisatoren oder Verdickungsmittel zugesetzt werden. Dies widerum verringert die Magnesiumaufnahme. Magnesum aber ist notwendig, um die komplexen chemischen Vorgänge in unserem Körper, sprich unseren Stoffwechsel zu steuern, wie Aufbau aller Proteine, Hormone, Enzyme, Antikörper, Nucleiunsäuren. D.h. ohne genügend Magnesum kann unser gesamter Stoffwechsel nicht normal ablaufen. 

Die Kuhmilch ist einfach nicht für den Verzehr des Menschen gedacht, sondern für die Aufzucht des Kalbes. Während einer Schwangerschaft oder im höheren Alter ist die Kuhmilch aus oben genannten Gründen besonders schädlich.

Sind Produkte aus Kuhmilch eher für eine gesunde Ernährung bei einer Kniearthrose geeignet?

Für die Produkte aus Kuhmilch wie Käse, Joghurt und Quark gilt prinzipiell das gleiche. Eine Ernährungsform, die Milchprodukte in den Mittelpunkt stellen, sollte man daher besser meiden, wenn man sich von seiner Arthrose im Knie heilen oder gesund bleiben will.  Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden und am Anfang erscheint es einem sehr absurd, heutzutage auf Milchprodukte zu verzichten. Es erging mir sehr ähnlich, da Milchprodukte bei mir einen Großteil in meinem Kühlschrank ausgemacht hatten, sodass ich mir ein Leben ohne Milchprodukte nur sehr schwerlich vorstellen konnte: kein Käse, kein Joghurt, kein Quark, keine geschäumte Milch im Kaffee usw.

Man muss auch nicht von heute auf morgen sämtliche Milchprodukte verbannen. Aber inzwischen habe ich sehr viele gute Alternativen gefunden, sodass ich keinesfalls das Gefühl mehr habe, irgendetwas zu vermissen. Es gibt mittlerweile sehr viele leckere Sojaprodukte. Mir schmeckt z.B. die ALDI Soja-Reismilch super lecker, oder der Soyajoghurt alpro vom Kaisers. Ansonsten hab ich gelernt, wie man sich selbst schnell eine Mandelmilch macht (einigen sicherlich bekannt unter der spanischen "Horchata"). Und es gibt jede Menge leckere vegetarische Brotaufstriche, aus Kernen, Samen, Kräutern usw. Ich habe zumindest für mich Milchprodukte weitestgehend von meinem täglichen Speiseplan gestrichen.