Die richtige Ernährung bei einer Arthrose

Wie sollte man sich bei einer Arthrose ernähren

was tun bei arthrose - Ernährungsplan

Unser Körper bezieht alle notwenigen Bestandteile, die er braucht, um den pH-Wert konstant zu halten, zunächst aus unserer Nahrung. Wird der Körper mit den notwendigen Mineralien, Vitaminen etc. nicht genügend versorgt, um den Körper in der Balance zu halten, dann holt sich der Körper an anderer Stelle aus unserem Körper das, was er dazu braucht!!!

Dabei geht er übrigens äußerst clever und ökonomisch vor. Zunächst werden die fehlenden Bestandteile aus Teilen des Körpers bezogen, die keine lebensnotwendige Funktion haben, wie z.B. aus den Haaren, und erst später werden andere Bestandteile unseres Körpers in Anspruch genommen, Muskeln, Gelenke etc.

Erst später würden unsere Organe und als letztes unser Gehirn angegriffen werden, sodass der Körper also bis zuletzt versucht, unsere Lebensfunktionen zu erhalten.

Schon in den frühen 1990er Jahren hat Jens Kjeldsen-Kragh von der Universitätsklinik in Oslo mit zwei gleichartigen Studien den wissenschaftlichen Beweis dafür geliefert, dass unsere Ernährung einen wesentlichen Anteil an diesem Krankheitsgeschehen hat. Wissenschaftliche Artikel zu diesen Studien finden Sie z.B. unter Rheumatoid arthritis treated with vegetarian diets.

Seltsamerweise wird man bis heute bei der Aussage, sich durch eine geeignete Ernährung heilen zu können, von den Ärzten belächelt oder es wird so getan, als sei dies alles nicht bewiesen.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Bei der Studie trat bei denen mit einer speziellen Kost ernährten Patienten eine deutliche und anhaltende Besserung ein. Alle Speisen, die für eine verstärkte Säurebildung verantwortlich sind, wurden gestrichen und durch frische, pflanzliche Kost wie Obst, Salate und Gemüse ersetzt.

Die Grundlage einer Selbstheilung von Arthrose – und letztendlich auch vielen anderen Krankheiten – ist daher, seine Ernährung so umzustellen, sodass der Körper alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe erhält, so dass er überhaupt die Möglichkeit hat, optimal zu funktionieren. Denn das ist die eigentliche Ursache so gut wie jeder Krankheit.

Hierzu sollten die Lebensmittel reduziert werden, die ungesund sind, sprich den Körper übersäuern und ersetzt werden mit gesunden basischen Lebensmitteln, die genügend Mineralien und Vitamine, hochwertiges Eiweiß und gesunde Kohlenhydrate enthalten.

Das heißt, eine gesunde Ernährung muss in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen basischen und sauren Lebensmitteln sein, d.h. in einem Säure-Base-Gleichgewicht. Nur so kann vermieden werden, dass sich der Körper die fehlenden Substanzen aus den körpereigenen Substanzen, wie dem Gelenkknorpel holt, um seinen pH-Wert konstant zu halten.

Auf die Dauer ist es sehr müßig und auch schwierig, von den einzelnen Lebensmitteln ihren Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen zu bestimmen – abgesehen davon, jeder Apfel hat einen anderen Gehalt an Vitamin C. Darüber hinaus sind auch die Vorgaben, wieviel man von welchem Vitamin pro Tag zu sich nehmen sollte, von Institut zu Institut und von Land zu Land völlig unterschiedlich. Ich persönlich habe mir inzwischen eine andere Strategie zugelegt. Natürlich kann man auch nach einem speziellen Diätplan vorgehen – aber ich schätze mal, dass man das nicht allzu lange durchhält. 

Zunächst lasse ich erstmal alles weg, wovon ich definitiv weiss, dass es ungesund ist, da es den Körper übersäuert; sprich Fleisch, Zucker und Milch. Dies ersetze ich durch Pflanzenprodukte aller Art, wie Gemüse, Obst, Kerne, Pflanzenöle, Mandelmilch, Sojaprodukte, Stevia etc.. Sehr geeignet ist hierbei zum Beispiel die arabische Küche. Sie ist zwar nicht fleischfrei, aber die meisten Produkte aus der arabischen Küche sind sehr basisch, wie Datteln, Couscous, Feigen, Mandeln, Kichererbsen, Sesam sowie Gurken, Gerste, Trauben, Granatäpfel usw. 

Außerdem habe ich inzwischen Softdrinks wie Coca Cola und auch meinen Kaffeekonsum sowie Alkohol radikal reduziert. Dann habe ich mir angewöhnt, nur noch selbst zu kochen und sämtliche Fertiggerichte, Mikrowellengerichte, FastFood etc. von meiner Liste zu streichen. 

Das klingt sicherlich für viele erstmal sehr radikal. Ich bin mittlerweile selbst erstaunt, wie wenig Produkte man in den Supermärkten noch guten Gewissens einkaufen kann und lande inzwischen fast direkt in der Obst- und Gemüseabteiltung. Aber es ist sehr wichtig, dass Sie Ihren eigenen Weg finden und Ihren eigenen Speiseplan Schritt für Schritt zusammenstellen. Eine Radikalkur hält niemand auf Dauer durch – aber wenn Sie erst einmal die Richtung zu einer gesunden Ernährung eingeschlagen haben, dann ergeben sich viele Dinge von selbst.

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