Künstliche Gelenke und Knorpel – eine Alternative bei Arthrose im Knie?

Künstliche Gelenke und Knorpel – eine Alternative bei Arthrose im Knie?

Künstliche Gelenke und Knorpel: eine alternative und sinnvolle Behandlung bei Arthrose im Knie?

Künstliches Kniegelenk

All unsere Gelenke sind mit einer Knorpelschicht überzogen, die wie ein schützender Mantel um das Gelenk herum wirken. Bei einer Arthrose kommt es zu einer Abnutzung dieser schützenden Knorpelschicht und man spricht üblicherweise von einem Gelenkverschleiß. In der Schulmedizin üblich sind heutzutage Ersatzgelenke aus Stahl, Titan oder synthetischen Materialien, die eine Lebensdauer haben von ca. 15 Jahren. Die medizinische Forschung geht inzwischen weiter und züchtet körpereigene Gelenke und Knorpel. Sind diese eine sinnvolle Möglichkeit, künftig Arthrose zu behandeln?

Tatsächlich ist es inzwischen US-Forschern gelungen, defekte Körperteile nachwachsen zu lassen. Es gibt bereits viele Tierversuche, die sich mit der künstlichen Herstellung von Gelenken und Knorpel beschäftigen. So ist es beispielsweise Jeremy J. Mao von der Columbia University in New York gelungen, bei Kaninchen erfolgreich ein Gelenk neu wachsen lassen. 

Jeremy J. Mao und sein Team haben dabei zuerst ein Gelenk aus den Vorderpfoten entfernt und anschließend ein künstliches Gelenk bestehend aus Kollagen versehen mit einem Wachstumsfaktor implantiert, aus denen sich ein neues Gelenk bildete. Nach wenigen Wochen konnte das Kaninchen sein Gelenk wieder voll belasten und sich wieder normal bewegen.

Nähere Infos zu der Studie finden Sie im Fachmagazin "The Lancet".

Ein Problem bei der Anwendung beim Menschen ist sicherlich, dass je älter ein Patient ist, um so schwieriger ist eine solche Operation, zumal jede Operation mit viel Strapazen für den gesamten Organismus und einer langen Reha verbunden ist.

Es gibt inzwischen viele solcher Studien – auch Knorpel kann man inzwischen zumindest im Tierversuch künstlich nachwachsen lassen. Wie zum Beispiel von Samuel I. Stupp, Leiter des Instituts für Bio-Nanotechnologie an der Northwerstern University, Evanston, Illinois U.S.A. Ihm ist es gelungen, Knorpel künstlich nachwachsen zu lassen. Bei seiner Therapie wird bioaktives Nanomaterial in flüssiger Form in das betroffene Gelenk gespritzt. Dieses wird dann fest und aktiviert die Stammzellen des Knochenmarks, Knorpel zu produzieren. 

Was in der Medizin häufig als der "große Durchbruch" gefeiert wird, klingt zumindest in meinen Ohren inzwischen äußerst zweifelhaft. Auch ich war zugegebenermaßen als Diplomingenieurin lange Zeit sehr technik- und wissenschaftsgläubig. Aber inzwischen sehe ich solche Entwicklungen sehr differenzierter und mit großem Abstand.

Auf der einen Seite werden über viele Jahre hinweg in äußerst tierquälerischer Manier Hunderte und Tausende von Tieren traktiert. Darüber hinaus werden Millionen an Forschungsgelder für solche zweifelhaften Studien zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse aus diesen Studien sind oftmals nicht auf den Menschen anwendbar. Gerade bei älteren Menschen besteht das Risiko, dass sie lange Zeit nicht bewegungsfähig sind, wenn überhaupt jemals ein Gelenk auf diese Weise nachwächst. 

Außerdem gehen all diese Studien nicht auf die eigentliche Ursache des Problems ein – nämlich falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Übersäuerung des menschlichen Körpers usw. D.h. auch wenn einem Menschen z.B. ein solches künstliches Kniegelenk implantiert wird, wird sich der Körper weiterhin der natürlichen Reserven im Körper bedienen, wenn beispielsweise ein Magnesium- und Calciummangel vorliegt. Möglicherweise holt sich der Körper die benötigten Substanzen dann an einer anderen Stelle des Körpers, sodass der Körper an anderer Stelle erkrankt.

Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, diese in meinen Augen unsinnige Forschung und Tierquälerei endlich sein zu lassen und lieber anzufangen, sich mit den Ursachen der Krankheit zu beschäftigen ? Wieviel Leid – sei es bei Menschen als auch Tieren – könnte von vornherein erspart bleiben, wenn man die Forschungsgelder zum Beispiel in Aufklärung bei der Ernährung bereits in den Schulen stecken würde? Ich weiß, das ist nur ein frommer Wunsch – und solange unser System auf Gewinnmaximierung und Profit basiert, werden einem solche Forschungen und sinnlosen Hilfsmittel nicht erspart bleiben. 

Das einzige was dabei hilft ist, sich selbst zu informieren und die geeigneten Schlußfolgerungen für sein Leben zu treffen – und dieses nicht unbedingt in die Hände der sogenannten "Experten" zu legen.