Symptome einer Arthrose im Knie – Selbstdiagnose

Symptome einer Arthrose im Knie – Selbstdiagnose

Was sind typische Symptome für eine Arthrose im Knie?

Kniearthrose Symptome

Da oftmals eine Arthrose erst dann diagnostiziert wird, wenn sie bereits fortgeschritten ist, ist es wichtig möglichst frühzeitig herauszufinden, ob man arthrosegefährdet ist oder bereits eine Arthrose im Frühstadium vorliegt. Hierzu ist ein kleiner Selbsttest gut geeignet.

Hierzu können Sie einen kleinen Selbsttest machen und nachfolgend folgende Fragen beantworten:

  • Haben Sie gelegentlich Schmerzen im Kniegelenk ?
  • Schmerzt Ihr Knie beim Beugen oder Strecken ?
  • Ist Ihr Kniegelenk zeitweise geschwollen, gerötet oder erwärmt ?
  • Besteht um die Kniescheibe herum eine Schwellung ?
  • Haben Sie Schmerzen, wenn Sie Treppenstufen hinauf- und herabsteigen ?
  • Gibt Ihr Kniegelenk zeitweise nach ?
  • Hinken Sie manchmal ?
  • Nehmen Sie bitte eine leichte Schrittstellung ein und beugen Sie das vordere Kniegelenk leicht. Dabei verlagern Sie das Körpergewicht zu zwei Dritteln auf das vordere Bein. Treten dabei Schmerzen auf ?
  • Und jetzt testen Sie bitte noch Ihre Kniescheibe: Legen Sie hierzu im Sitzen ein Bein auf einem anderen Stuhl ab. Umfassen Sie mit der gleichseitigen Hand im Daumen-Zeigefinger-Griff die Kniescheibe und bewegen sie leicht nach links und rechts. Ist die Kniescheibe fest und nur eingeschränkt beweglich ?

Wenn Sie zwei der Fragen mit "Ja" beantwortet haben, sollten Sie sich dringend um Ihr Kniegelenk kümmern. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bereits eine Arthrose im Knie haben, ist sehr hoch.

Man spricht hierbei von einer sog. aktivierten Arthrose – im Gegensatz zur sog. ruhenden Arthrose im Knie. In diesem Fall sollten sich bitte von einem Arzt untersuchen lassen.

Gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, ob man eine ruhende Arthrose hat ?

Das Problem einer Arthrose im Knie ist, dass anfangs meist keine Symptome auftreten und die Betroffenen erstmal nichts merken, da sich eine Arthrose im Knie über einen langen Zeitraum entwickelt. Wenn Gelenkknorpel weich und weniger wird, findet der Körper zunächst viel Möglichkeiten, dies auszugleichen. Die oben genannten Symptome erscheinen üblicherweise erst dann, wenn die Arthrose bereits aktiviert wurde.

Dennoch gibt es einige Anhaltspunkte, die Rückschlüsse auf eine solche ruhende Arthrose im Knie zulassen. Das häufigste Alarmzeichen ist der sogenannte Anlaufschmerz. Dieser zeigt sich vor allem beim Aufstehen, z.B. morgens oder nach längerer sitzender Tätigkeit. Die Gelenke brauchen dann eine gewissen Zeit, um warm zu werden und fühlen sich etwas steif an. 

Auch abgelaufene Schuhe sind ein wichtiges Indiz – denn um Schmerzen in den Knien auszugleichen, neigen Betroffene dazu, den Fuß schief aufzusetzen und abzurollen.

Ein weiteres Anzeichen kann ein sog. Bagatelltrauma sein. Es genügt dabei, irgendwo leicht mit dem Knie anzurempeln. Normalerweise bei einem gesunden Knie ist der Schmerz nach kürzester Zeit wieder weg.

Hat man aber bereits eine ruhende Arthrose, dann dauern die Schmerzen längere Zeit an – ein typisches Zeichen, dass mit dem Knie etwas nicht mehr stimmt und die Gefahr einer ruhenden Arthrose im Knie sehr hoch ist.

Lässt die Beweglichkeit in den Beinen nach, kann dies ebenfalls auf eine Arthrose im Knie hinweisen. Dies lässt sich einfach testen, indem man versucht, im Einbeinstand mit der Ferse den Po zu erreichen. Ist dies nicht mehr ohne weiteres möglich, sollte man sich mal untersuchen lassen.

Hinzu kommt, dass manche Personengruppen verstärkt von einer Arthrose betroffen sind als andere. So sind übergewichtige Menschen aufgrund der höheren Belastung der Knie weitaus häufiger betroffen als normalgewichtige Menschen.

Auch ist das Risiko wesentlich höher, wenn man einem Beruf nachgeht, bei dem die Knie häufiger belastet werden (z.B. Fliesenleger). Auch bestimmte Sportarten, wie z.B. Squash oder Beachvolleyball, bei denen die Knie besonders belastet werden, können das Risiko, an einer Arthrose zu erkranken, wesentlich erhöhen.